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Campus Berlin-Buch erhält neues Gründerzentrum – BerlinBioCube

Einst ein Straßendorf, später ein Rittergut und gegenwärtig ein international renommierter Wissenschafts-, Medizin- und Technologiestandort – das ist Berlin-Buch, einer der 11 Zukunftsorte Berlins. Im Südosten des Orts befindet sich das Wissenschafts- und Technologiezentrum Campus Berlin-Buch, auf dem mit „BerlinBioCube“ bis 2023 ein neues Gründerzentrum für junge Biotech- und Medtech-Unternehmen entsteht.

Junge Biotech- und Medtech-Unternehmen im BerlinBioCube

Bald ist es so weit: 2023 eröffnet im 31.000 m² großen BiotechPark – welcher Teil des Campus Berlin-Buch ist – ein neues Gründerzentrum mit dem Namen „BerlinBioCube“. Die modernen Labore, Büros, Konferenzräume und Gemeinschaftsflächen bieten technologieorientierten Start-ups und jungen Unternehmen einen optimalen Ort für Wachstum und Entfaltung. Auf fünf Geschossen mit insgesamt 8.000 m² Platz komplettiert das neue Gründerzentrum den BiotechPark ideal. Der Neubau ist nach Angabe der Campus Berlin-Buch GmbH mit einer Investition von 55 Millionen Euro verbunden, wovon etwa 40 Prozent in die technische Ausrüstung fließen sollen. Die Finanzierung werde durch Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) ermöglicht.

Berlins (Geschichts-)Buch über Gesundheit

Ganz im Norden von Pankow gelegen, ist Buch damit auch der nördlichste Teil von Berlin. Die Lage auf dem Barnim – einer eiszeitlich gebildeten Hochfläche – sowie der historische Dorfkern mit Schlosspark, welcher von der Panke durchflossen wird, machen den Berliner Ortsteil zu einer wahren Sehenswürdigkeit.

Schlosskirche an der Straße Alt-Buch in Berlin-Buch (Südseite), Bild: Olaf Tausch, lizenziert unter CC BY 3.0

Der Ortsteil Berlin-Buch gilt schon seit vielen Jahrzehnten als besonderer Gesundheitsstandort. Als sich Berlin Ende des 19. Jahrhunderts hin zur wichtigen Metropole entwickelte, gab es einen großen Bedarf an Krankenhaus- und Heimplätzen. Beste Voraussetzungen bot das Barnimer Dorf Buch. Hier hatte Berlins Magistrat große Landflächen akkumuliert. Nur 18 Kilometer vom Brandenburger Tor entfernt und eingebettet ins Grüne, war der Standort ideal für großflächige Krankenhausanlagen. So wurde Berlin-Buch Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem der größten und modernsten Wohlfahrts- und Pflegestandorte Europas.

Berlin-Buch Ludwig-Hoffmann-Quartier, Bild: Fridolin freudenfett, lizenziert unter CC BY-SA 4.0

Nach dem 2. Weltkrieg war das Klinikum Buch mit über 3000 Betten die größte medizinische Einrichtung der DDR. Auch das Regierungskrankenhaus und das Krankenhaus des Ministeriums für Staatssicherheit siedelten sich im Jahre 1976 in Buch an. Nach und nach wurden und werden die historischen Kliniken jedoch umgewidmet – einige für Wohnzwecke, andere zur gewerblichen Nutzung. Im modernen Ludwig Hoffmann-Quartier – benannt nach dem Berliner Architekten – werden bis 2023 ehemalige Klinikgebäude umfangreich saniert und vermarktet. Laut dem Projektentwickler SITUS GmbH Grundstück + Projekt entstehen insgesamt 1.000 individuell gestaltete moderne Wohnungen sowie Schulen, Kitas, Betreuungseinrichtungen und eine Sporthalle.

Gesundheitsforschung am Campus Berlin-Buch

Das MDC auf dem Campus Berlin-Buch ist eines der führenden biomedizinischen Forschungszentren der Welt. (Bild: Campus Berlin-Buch GmbH)

Die Geschichte geht weiter. Heute wird auf dem 32 Hektar großen Campus Berlin-Buch medizinische Forschung betrieben – insbesondere Biomedizin. Dabei handelt es sich um ein interdisziplinäres Fachgebiet für die wissenschaftliche Erforschung der Ursachen von Krankheiten.

Ziel ist es, neue Erkenntnisse aus den High-Tech-Laboren möglichst schnell in die klinische Anwendung zu bringen. Das hat auch Vorteile für Patienten am Gesundheitsstandort Berlin-Buch. Sie können im Rahmen von klinischen Studien frühzeitig von der Forschung profitieren.

Lernort für junge Menschen – „Das Gläserne Labor“

Das Gläserne Labor – ein außerschulischer Lernort – auf dem Campus Berlin-Buch bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe mehr als 20 Experimentierkurse zu den Themen Molekularbiologie, Herz-Kreislauf, Neurobiologie, Chemie, Radioaktivität sowie Ökologie an.

Blick ins Schülerlabor des Gläsernen Labors. (Bild: Campus Berlin-Buch GmbH)

Mit über 14.000 Kursteilnehmenden sowie Lehrern pro Jahr zählt das 1999 gegründete Gläserne Labor nach Angaben des Betreibers zu den besucherstärksten Schülerlaboren der Bundesrepublik.

Text: Janek Müller

Titelbild: Vogelperspektive Campus Berlin-Buch (Bild: Campus Berlin-Buch GmbH)

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