Neuer Wirtschaftsstandort: DIEAG entwickelt Großprojekt Behrens-Ufer in Berlin-Oberschöneweide

Rund 10.000 Beschäftigte, circa 100.000 Quadratmeter Grundstücksfläche und 1,1 Milliarden Euro Investitionssumme: in Berlin-Oberschöneweide entwickelt die DIE Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIEAG) das Großprojekt Behrens-Ufer als Wirtschaftsstandort. Der neue Berliner Business-Standort soll zu einer Top-Adresse für Büro, Gewerbe und Freizeit werden – im boomenden Berliner Entwicklungsraum Südost des neuen Flughafens Berlin Brandenburg (BER).

Die Uferansicht einer Entwurfssimulation für das Großprojekt Behrens-Ufer in Berlin-Oberschöneweide (Bild: DIEAG).

Die DIE Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIEAG) mit Sitz in Berlin kündigte im Juli 2020 an, auf dem ehemaligen Industriegelände im südöstlichen Berliner Stadtbezirk Treptow-Köpenick eine Arbeitswelt neuer Qualität zu entwickeln. Auf dem ca. 100.000 Quadratmeter großen Gelände sollen vermietbare Flächen von über 270.000 Quadratmetern entstehen. Mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro ist das Behrens-Ufer nach DIEAG-Angaben aktuell eines der größten Projekte der Hauptstadt.

Das Grundstück des Behrens-Ufers in Berlin-Oberschöneweide grenzt im Norden an die Ostendstraße und im Westen an die Wilhelminenhofstraße. Die Spree schließt im Südosten an das Grundstück an.

Oberschöneweide: drittgrößter Zukunftsort Berlins

Die DIEAG erwarb das Gelände entlang der Spree nach eigenen Angaben im Mai 2019. Den Standort in Berlin-Oberschöneweide beschreibt die DIEAG als Wiege der AEG und im Herzen der Airport-Region gelegen. Nach Adlershof und der Urban Tech Republic TXL sei Berlin-Oberschöneweide der drittgrößte Zukunftsort der Hauptstadt, an dem circa 300 Unternehmen angesiedelt sind. Oberschöneweide befindet sich auf halber Strecke zwischen dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und der Innenstadt Berlins.

Apropos Urban Tech Republic TXL: hier entstehen über 5.000 Neubauwohnungen im Schumacher Quartier in Berlin-Tegel.

Innovationscluster Behrens-Ufer

Die DIEAG bezeichnet ihr Großprojekt Behrens-Ufer als einen Wirtschaftsstandort mit Zukunftspotenzial mit einer Mischung aus Forschung, Lehre, Innovationskraft und Gründergeist. Rund 10.000 Arbeitsplätze sollen entstehen, zum Beispiel in den Forschungsbereichen Elektromobilität, Industrie 4.0, Internet der Dinge und KI – Künstliche Intelligenz.

Das Ziel ist, mit dem Behrens-Ufer in Oberschöneweide einen Innovationscluster zu schaffen. Der Plan sieht beispielsweise einen Teileinzug der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) in den historischen und im Rahmen des Großprojekts Behrens-Ufer modernisierten Behrens-Bau vor. Bislang betreibt die HTW den Campus Wilhelminenhof in Nachbarschaft des zukünftigen Behrens-Ufers.

Der HTW-Campus Wilhelminenhof aus der Vogelperspektive:

Bild: HTW Berlin/Philipp Meuser

Das Architektur-Konzept für das Behrens-Ufer

Damit der Wirtschaftsstandort Behrens-Ufer in einer abwechslungsreichen Bebauung entsteht, erfolgt die Vergabe und die Planung der Neu- und Umbauten an verschiedene Architekturbüros. Bislang befindet sich in Oberschöneweide entlang der Ostendstraße ein über 600 Meter langer Betonriegel, der aufgebrochen werden soll – für neue Sichtachsen und begrünte Flanierwege mit hoher Aufenthaltsqualität hin zur Spree. Ermöglicht wird dadurch der öffentliche Zugang zum Spreeufer.

Die Entwurfssimulation für das Behrens-Ufer zeigt den Uferweg, der zum Flanieren einlädt:

Bild: DIEAG

Im Fokus des Architektur-Konzepts steht nach Unternehmensangaben der DIEAG die nachhaltige Standortentwicklung mit sozialer Infrastruktur, vielfältiger Gastronomie, ökologischer Nachhaltigkeit und kultureller Vielfalt.

Behrens-Bau: eine Historie von AEG bis Samsung

Vom Architektur-Entwurf für den zukünftigen Business-Standort Behrens-Ufer zu einem Rückblick auf die Vergangenheit des Areals: charakteristisch ist der Behrens-Bau mit seinem markanten Turm. Vor über 100 Jahren beauftragte AEG-Ur-Gestein Walter Rathenau den Architekten Peter Behrens mit dem Industriebau, bekannt als Behrens-Bau.

Nachdem hier ab 1917 die ersten Elektrofahrzeuge entwickelt und gebaut wurden, entstanden zu DDR-Zeiten weitere Gebäude als Produktionsstätten für Fernseh-Röhren. Nach der Wende wiederum fertigte Samsung auf dem Gelände Fernsehgeräte. Als auch das Kapitel Samsung Geschichte war, stand das Areal seit 2005 teilweise leer. Heute befindet sich hier zum Beispiel ein Industriemuseum, der Industriesalon Schöneweide.

Zurück in die Zukunft: Die denkmalgeschützten Gebäude des Areals sollen nach Plänen der DIEAG erhalten und behutsam entwickelt werden.

Der Entwurf zeigt den geschichtsträchtigen Behrens-Bau, der Teil des Wirtschaftsstandorts Behrens-Ufer werden soll:

Bild: DIEAG

Angedacht ist seitens der DIEAG, den Business-Standort in einem Zeitraum von zwei bis sieben Jahren fertigzustellen. Die Gebäude des neuen Berliner Wirtschaftsstandorts Behrens-Ufer in Oberschöneweide will die DIEAG langfristig im Bestand verwalten.

Über die DIEAG

Die DIE Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIEAG) mit Unternehmenssitz in Berlin bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen im Bereich der Immobilieninvestments für institutionelle Investoren. In der Metropolregion Berlin gehört die DIEAG mit einem Projektvolumen von 1,8 Milliarden Euro (Stand: August 2019) nach eigenen Angaben zu den führenden Entwicklern mit dem Fokus auf Büro- und Wohnimmobilien.

Vom DIEAG-Großprojekt Behrens-Ufer in Oberschöneweide nach Berlin-Köpenick: hier offeriert die BEWOCON Berliner Wohnbau Consult GmbH nur noch wenige der 36 Eigentumswohnungen mit drei bis vier Zimmern im Neubau-Projekt „Living Spree 2.0“.

Köpenick: Im Neubau "Living Spree 2.0" sind nur noch wenige Eigentumswohnungen erhältlich (Bild: BEWOCON Berliner Wohnbau Consult GmbH).

Köpenick: Im Neubau „Living Spree 2.0“ sind nur noch wenige Eigentumswohnungen erhältlich (Bild: BEWOCON Berliner Wohnbau Consult GmbH).

Weitere Neubau-Vorhaben in Berlin finden Sie auf dem neubau kompass.

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