600 neue Eigentumswohnungen im Stadtquartier „Das Neue Gartenfeld“ geplant

Das Neue Gartenfeld. Bild: BeGeno16 Das Neue Gartenfeld. Bild: BeGeno16

Wohnen am oder nahe dem Wasser ist in Berlin nach wie vor sehr begehrt. Wer beabsichtigt, sich in den nächsten Jahren Wohnraum in wassernaher Lage zuzulegen, dem sei schonmal das „Neue Gartenfeld“ empfohlen. Am westlichen Stadtrand Berlins, im Bezirk Spandau, sollen 600 neue Eigentumswohnungen entstehen. Lesen Sie mehr zum „Neuen Gartenfeld“ das als künftiges „Smart City Quartier“ jetzt schon als „Vorbild für den Städtebau des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet wird.

Angekündigt wurde das neue Stadtquartier bereits vor mehreren Jahren. Allerdings muss noch einiges im Vorfeld Gestalt annehmen, zum Beispiel die Infrastruktur. Das „Neue Gartenfeld“ befindet sich in einer Lage, die für die Berliner Industriegeschichte seit langem von Bedeutung ist. Die innerstädtische Insel Gartenfeld begrenzt im Norden der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal; im Westen und Süden bildet ein Vorläuferkanal die Wasser-Grenze. Ein großes Kabelwerk von Siemens befand sich einst im heutigen Planungsgebiet. Mit der früheren „Siemensbahn“, stillgelegt 1980, besteht bereits eine S-Bahn-Strecke zwischen Jungfernheide und Gartenfeld. Noch wuchert ein städtischer „Dschungel“ über den Gleisen. Erste Arbeiten zur Reaktivierung der alten Strecke haben dieses Jahr bereits begonnen. Nicht nur das: die alte Trasse soll unterirdisch verlängert werden, um eine gute Anbindung zur Insel Gartenfeld zu ermöglichen.

Das neue Gartenfeld. Visualisierung: BeGeno 16

Insgesamt sind auf dem mehr als 60 Hektar umfassenden Areal mehr als 3.700 neue Wohneinheiten für mehr als 7.000 Menschen geplant. Alte Industriehallen, die unter Denkmalschutz stehen, bleiben erhalten und werden zum Teil als Gemeinschaftsfläche ins Quartier integriert. Beteiligt sind bislang folgende Wohnungsbauunternehmen und Projektentwickler: BUWOG Group, die Baugenossenschaft „Besser genossenschaftlich Wohnen von 2016 (begeno16)“, die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin und die UTB Projektmanagement GmbH, welche die an der Entwicklung beteiligten Unternehmen, von denen noch einige hinzukommen dürften, koordiniert. Bislang gestaltet sich die Aufteilung der neuen Wohnungen wie folgt: Von den rund 3.700 neuen Wohneinheiten werden 12% auf Genossenschaften entfallen, 13% auf Baugruppen, 35% auf Kommunale Wohnungsbaugesellschaften und 40% auf Bauträger. Als Termin für einen möglichen Baustart wird das Jahr 2021 genannt. Ziel der Projektentwickler ist, das Bebauungsplanverfahren noch in 2020 abzuschließen.

Eigentumswohnungen mit 1 bis 5 Zimmern

Wie die BUWOG auf ihrer Website berichtet, werden die geplanten Eigentumswohnungen 1 bis 5 Zimmer haben und sich auf ein familienfreundliches, vielseitiges Wohnquartier verteilen. Insgesamt werden – so der Plan – inklusive Miet- und Genossenschaftswohnungen 3.600 Neubauwohnungen auf einer Wohnfläche von rund 370.000 m² Gestalt annehmen. Zusätzlich wird es einen Schulcampus für mehr als 1.300 Schüler geben. Die denkmalgeschützte „Belgienhalle“ bleibt im neuen Stadt-Quartier bestehen und wird als Indoor-Marktplatz für gewerbliche, kulturelle und soziale Events dienen.

Das neue Gartenfeld – ein intelligentes Smart-City-Quartier

Unabhängig davon, ob jemand in einer Miet-, Eigentums- oder Genossenschaftswohnung lebt, die Einrichtungen des neuen Stadt-Quartiers werden allen künftigen Bewohnern zur Verfügung stehen. Das Viertel wird die ganze Vielfalt moderner Lebensentwürfe widerspiegeln, so der Anspruch, den die BUWOG an das Projekt hat. Das Quartier wird ganz im Sinne eines Smart City-Konzepts entstehen und sieben zentrale Bereiche miteinander kombinieren. Die gesamte technische und soziale Infrastruktur wird digital und auf dem neuesten Stand der Technik gesteuert. Außerdem sollen zentrale Abläufe in jeder Hinsicht ökologisch und effizient gesteuert werden. Geplant sind unter anderem am Rande des Quartiers situierte „Mobilitätshubs“. Innerhalb des Quartiers soll es eine Mobilitätsgarantie mit autonom fahrenden Kleinbussen geben, die individuell angefordert werden können und den Anschluss zur nächsten U-Bahn herstellen. Eine Quartiers-App und weitere digitale Services sollen den Alltag der künftigen Bewohner erleichtern. Weitere zentrale Aspekte sind Nachhaltigkeit und eine ökologische Energieversorgung. Hier ist das Ziel, ein dezentrales Nahwärmenetz für das gesamte Quartier aufzubauen. Diskutiert werden diverse Wärmepumpen-Technologien, ein Blockheizkraftwerk und Solarthermie. Innovativ wird es auch hinsichtlich der Abfallentsorgung zugehen. Restmüll, Wertstoffe und Papier werden separat über ein unterirdisches Saugsystem an eine zentrale Sammelstelle gebracht und dort abgeholt. Regenwasser von Dächern soll gesammelt, gereinigt und als Brauchwasser für Haushalt und Gewerbe genutzt werden.

Plan „Das neue Gartenfeld“: BeGeno16

Erster Preis im Architekturwettbewerb: COBE Berlin GmbH

Zugegeben: Die Planungen für das neue Quartier Gartenfeld auf der gleichnamigen Insel in Spandau laufen schon seit einiger Zeit. Bereits im Jahr 2016 gewann die COBE Berlin GmbH den ersten Preis im städtebaulichen Wettbewerb in der Kategorie „Strategie und Entwicklung“.

Visualisierung Turm im Quartier „Das neue Gartenfeld“. Bild: COBE Berlin GmbH

Dass das ganze Projekt „Neues Gartenfeld“ einiges an Vorbereitung und Zeit kostet, liegt nicht zuletzt an der bislang nur rudimentär vorhandenen Infrastruktur. Ehe die selbstfahrenden Kleinbusse mit der U-Bahn verbinden, müssen erstmal Straßen auf der Insel entstehen. Bislang heißt es aus dem Berliner Senat, dass eine zweispurige Straße errichtet wird, die neben Fußgänger- und Radwegen Platz für den öffentlichen Nahverkehr bieten soll. Baustart dafür ist 2024. Frühestens. Einige Quellen berichten von einem Baustart in 2029. Fazit: Bis das Smart City Quartier auf der Insel Gartenfeld entsteht, wird es noch einige Zeit dauern. Ehrgeizig sind die Pläne und modern wird alles, wenn es fertig ist. Wer jedoch schon früher die eigenen vier Wände beziehen und sich nicht gedulden möchte, dem sei ein Blick in den neubau kompass Berlin empfohlen.

Speicherbalelett Havelkiesel in Berlin-Spandau. Bild: BUWOG

Hier finden Sie weitere Eigentumswohnung in Spandau, zum Beispiel BUWOG SPEICHERBALLETT Havelkiesel. Es entstehen 100 Eigentumswohnungen, naturnah eingebettet, direkt am Wasser.

Unser Titelbild zeigt eine Visualisierung des geplanten Stadt-Quartiers „Das Neue Gartenfeld“ (Bild: BeGeno16)

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