Stadtturm an der Jannowitzbrücke: Entwurf liefert David Chipperfield Architects

Am S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke entsteht im 2. Bauabschnitt des Neubau-Projekts JAHO Berlin-Mitte ein 70-Meter-Stadtturm. Das Konzept sieht auch eine für Besucher öffentlich zugängliche Skybar vor. Der Architektur-Entwurf für den Stadtturm stammt vom international bekannten Büro David Chipperfield Architects des gleichnamigen Star-Architekten.

Bild: David Chipperfield Architects

Die Lage des geplanten Stadtturms in Berlin-Mitte zeichnet sich durch die Nachbarschaft zum großzügigen Stadtplatz an der Holzmarktstraße / Alexanderstraße aus. Zudem bietet der Stadtturm direkten Zugang zu dem S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke.

Der Stadtturm in Spree-Lage

Die Visualisierung des Entwurfs von David Chipperfield Architects zeigt den Stadtturm in Wasserlage an der Spree:

Die Ansicht auf den Berliner Stadtturm an der Jannowitzbrücke von der Spreeseite (Bild: David Chipperfield Architects).

Die Ansicht auf den Berliner Stadtturm an der Jannowitzbrücke von der Spreeseite (Bild: David Chipperfield Architects).

Die Architekten von David Chipperfield, erläutern ihr Konzept: der Standort des Stadtturms ermögliche ein Gebäude für eine Vielzahl an weitreichenden Beziehungen zur Stadt und ein neues öffentliches Umfeld im Dialog mit dem unmittelbaren städtischen Kontext.

Namensgebend für das Architektur-Büro ist der Star-Architekt David Chipperfield, der David Chipperfield Architects 1985 gegründet hat.

Ein Spiel aus Licht und Schatten

David Chipperfield Architects kommentiert den Entwurf für den Stadtturm:

„Das kompakte Bauvolumen ist so moduliert, dass sich Vorsprünge und Vertiefungen deutlich auf die Nachbargebäude und die Stadtbahn beziehen. Innerhalb des Turms selbst bilden die Aussparungen großzügige begrünte Terrassenflächen mit Dachgärten. Eine durchsichtige Fassade mit einer äußeren Deckschicht aus hellen, horizontalen und vertikalen Aluminiumpilastern schützt vor Sonne und Hitze und schafft gleichzeitig ein Spiel aus Licht und Schatten.“

Joint Venture: Art-Invest Real Estate und CESA GROUP

Der Stadtturm an der Jannowitzbrücke im 2. Bauabschnitt ist Teil des Neubau-Projekts JAHO Berlin-Mitte. Das Gelände in der Holzmarktstraße 3-5 in Berlin-Mitte umfasst 50.000 Quadratmeter, der im 2. Bauabschnitt entstehende Stadtturm wird auf 20.000 Quadratmetern Baufläche entstehen.

Das Joint Venture des Projekts JAHO Berlin-Mitte besteht aus der Art-Invest Real Estate und der CESA GROUP:

Art-Invest Real Estate ist ein Investor, Asset Manager und Projektentwickler von Immobilien. Der Fokus der Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG mit Sitz in Köln liegt nach eigenen Angaben auf Metropolregionen in Deutschland, Österreich und Großbritannien.

Das zweite Unternehmen des Joint Ventures für das Neubau-Projekt JAHO Berlin-Mitte ist die CESA GROUP. Die CESA INVESTMENT GmbH & Co. KG, ein mittelständisches Berliner Immobilienunternehmen, deckt die Bereiche Stadtplanung, Projektentwicklung, Baumanagement, Vertrieb und Hausverwaltung ab.

Stadtturm mit Skybar für die Öffentlichkeit

Von dem Neubau des Stadtturms soll auch die Allgemeinheit profitieren: die Skybar in der obersten Etage des Stadtturms soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Den Besuchern der Skybar soll sich eine Aussicht über die Spree und in Richtung des Alexanderplatzes von dem 70 Meter hohen Stadtturm bieten.

JAHO Berlin-Mitte: der 1. Bauabschnitt

Im 1. Bauabschnitt des Neubau-Projekts JAHO Berlin-Mitte entsteht ein Stadthaus, bestehend aus zwei S-förmigen Baukörpern. In dem Stadthaus sind Büros und Co-Working-Spaces mit öffentlichen Konferenz-Zonen geplant. Im Erdgeschoss des Büro- und Geschäftshauses sollen ein Nahversorger und Gastronomie-Betriebe einziehen.

In Nachbarschaft: das „Mietshaus Holzmarktstraße 10“

An den Stadtturm anschließen soll ein Anbau an das Baudenkmal in der Holzmarktstraße 10. Das Landesdenkmalamt Berlin listet das „Mietshaus Holzmarktstraße 10“ in seiner Denkmaldatenbank als ein letztes erhaltenes Beispiel aus der dichten Wohnbebauung vom Ende des 19. Jahrhunderts in dem heute zu Berlin-Mitte gehörenden Teil der ehemaligen Stralauer Vorstadt. Das Baudenkmal „Mietshaus Holzmarktstraße 10“ wurde 1885 errichtet.

Mit dem Stadtturm, dem benachbarten Stadthaus und dem Anbau an das Baudenkmal Holzmarktstraße 10 entsteht das dreigliedrige Ensemble JAHO.

Der Siegerentwurf für den rund 30.000 Quadratmeter umfassenden 1. Bauabschnitt des Neubau-Projekts JAHO Berlin-Mitte stammt von dem Architekturbüro Kuehn Malvezzi. So soll das Stadthaus aussehen:

Das JAHO-Modellfoto für das im 1. Bauabschnitt entstehende Stadthaus (Bild: Kuehn Malvezzi).

Das JAHO-Modellfoto für das im 1. Bauabschnitt entstehende Stadthaus (Bild: Kuehn Malvezzi).

David Chipperfield Architects: Referenzen in Berlin

David Chipperfield Architects wurde 1985 von David Chipperfield in London gegründet. Auch in Berlin, in der Joachimstraße 11, hat das Büro des Star-Architekten David Chipperfield einen Standort.

Zu den über 100 realisierten Projekten seit der Gründung zählen Kultur-, Wohn- und Gewerbebauten, Gebäude für Bildung und Freizeit sowie öffentliche Projekte und städtebauliche Masterpläne.

Zu den bedeutendsten fertiggestellten Projekten zählen David Chipperfield Architects den Wiederaufbau des Neuen Museums und den Neubau der James-Simon-Galerie, welche sich beide auf der Berliner Museumsinsel befinden. Für das Neue Museumi in Berlin hat David Chipperfield Architects den Deutschen Architekturpreis bekommen.

Eine Innenansicht des von David Chipperfield Architects entworfenen Neuen Museums Berlin:

Blick in das Neue Museum in Berlin (Bild: Pixabay).

Blick in das Neue Museum in Berlin (Bild: Pixabay).

Zu den laufenden Projekten von David Chipperfield Architects zählen die Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie in Berlin, die Bauübergabe ist für Ende 2020 geplant:

Die Neue Nationalgalerie in Berlin (Bild: SMB / Roman März).

Die Neue Nationalgalerie in Berlin (Bild: SMB / Roman März).

„Alexander“: Neubau von 42 Eigentumswohnungen

Ein Neubau mit Eigentumswohnungen entsteht derweil in Berlin-Charlottenburg, in der Emser Straße 36. Der Baubeginn für die 42 luxuriösen Wohnungen „Alexander“ ist bereits erfolgt. Die Ralf Schmitz GmbH & Co. KGaA realisiert die provisionsfreien Wohnungen mit 2 bis 6 oder mehr Zimmern.

Die Architektur des Neubaus „Alexander“ nimmt die klassische Berliner Backsteintradition auf:

Mit dem Bau für „Alexander“ mit neuen Eigentumswohnungen wurde schon begonnen (Bild: Ralf Schmitz GmbH & Co. KGaA).

Mit dem Bau für „Alexander“ mit neuen Eigentumswohnungen wurde schon begonnen (Bild: Ralf Schmitz GmbH & Co. KGaA).

Weitere Neubau-Vorhaben in Berlin finden Sie auf dem neubau kompass.

Über Redaktion (222 Beiträge)
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