Wohnungseinbrüche in Berlin: Polizei berät Eigentümer über Einbruchschutz

Pünktlich zur beginnenden Haupteinbruchszeit im Herbst und im Winter, veranstaltet die Polizei Berlin mit ihrer Beratungsstelle Einbruchschutz für die Einwohner Berlins einen Tag des Einbruchschutzes. Für die Besitzer eines Einfamilienhauses oder einer besonders gefährdeten Wohnung ist auch eine Vor-Ort-Beratung als Einbruchschutz in den eigenen vier Wänden möglich. Ein Überblick über die Zahlen der Polizei Berlin über Diebstähle durch Wohnraumeinbrüche und zu Alarmanlagen und Smarthome-Systemen.

Die Beratungsstelle Einbruchschutz der Polizei Berlin berät Haus- und Wohnungs-Eigentümer, um das Risiko eines Einbruchs zu mindern (Bild: Pixabay). Die Beratungsstelle Einbruchschutz der Polizei Berlin berät Haus- und Wohnungs-Eigentümer, um das Risiko eines Einbruchs zu mindern (Bild: Pixabay).

Die Polizei Berlin veröffentlichte im Februar 2019 die „Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2018“. Ein Blick in die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt, dass 7.574 Fälle von Wohnraumeinbruchdiebstahl – in Wohnungen und in Einfamilienhäuser – im vergangenen Jahr in Berlin erfasst wurden. 2017 waren es noch 8.580 erfasste Fälle. Doch die 2018 im Vergleich zu 2017 rückläufigen Zahlen stellen wie es scheint keine Entwarnung dar, wie jüngst Anfang September 2019 aus einem Zeitungsbericht hervorging:

Die Polizei Berlin kommentierte gegenüber der „Berliner Morgenpost“, dass im ersten Halbjahr 2019 wieder zehn Prozent mehr Wohnungseinbrüche registriert worden sind. Wie die Polizeiliche Kriminalstatistik bezogen auf die Zahl der Wohnraumeinbruchdiebstähle sich im gesamten Jahresverlauf 2019 entwickelt, wird sich erst Anfang des kommenden Jahres herausstellen.

Über 40 Prozent der Einbrüche scheitern

Immerhin eine gute Nachricht: 2018 endeten 43,4 Prozent der erfassten Einbrüche in Eigenheime im Versuchsstadium. Bei über 40 Prozent der registrierten Fälle der Berliner Polizei blieb es demnach bei einem Einbruchsversuch – auch dank entsprechender Sicherheitsvorkehrungen, wie zum Beispiel einer Alarmanlage oder einem immer häufiger in Neubau-Projekten installierten Smarthome-System.

Die Installation eines Smarthome-Systems stellt eine Möglichkeit dar, um die eigenen vier Wände gegen Einbrecher aufzurüsten. Mithilfe der smarten Haustechnik sind unter anderem die Beleuchtung oder die Rollläden vom Urlaubsort steuerbar, um Anwesenheit vorzutäuschen: morgens die elektrischen Rollläden hochfahren, abends die Lichtsteuerung übernehmen und nachts die Rollläden herunterfahren – all dies ist mit einem Smarthome-System möglich.

Doch um Anwesenheit vorzutäuschen und es Einbrechern schwerer zu machen, helfen selbst probate und kostengünstigere Mittel. Ein Bewegungsmelder im Garten reagiert etwa auf Bewegungen und lässt das Gartenlicht anspringen.

Ob Einbrecher mit ihrem Versuch aus Wohnungen und Häusern Beute zu ergattern erfolgreich sind, hängt entscheidend von der Jahres- und Tageszeit ab. Die Haupteinbruchszeit des Jahres ist der Herbst und der Winter, wo es abends früh dunkel wird, berichtet die Allianz Deutschland AG. Denn Einbrecher scheuen das Licht und bleiben buchstäblich am liebsten im Dunkeln.

Beratungsstelle Einbruchschutz

Die Einwohner Berlins können sich rund ums Thema Einbruchschutz beraten lassen: die Beratungsstelle Einbruchschutz (Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin) steht der Bevölkerung Berlins zu Fragen des Einbruchschutzes zur Verfügung. Das Angebot ist übrigens kostenlos. Neben einer telefonischen Beratung oder per E-Mail können sich Interessierte zu den Öffnungszeiten vor Ort in der Beratungsstelle am Platz der Luftbrücke beraten lassen – ohne Terminvergabe, teilt die Beratungsstelle Einbruchschutz mit.

Vor-Ort-Beratung: für Einfamilienhaus- und Wohnungs-Besitzer

Unter Umständen ist für Sie auch das kostenfreie Angebot einer Vor-Ort-Beratung in Ihrem Einfamilienhaus oder in Ihrer Wohnung durch die Beratungsstelle Einbruchschutz möglich. In Anspruch nehmen können das Beratungsangebot Bewohner von Einfamilienhäusern und Bewohner von besonders gefährdeten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Unter besonders gefährdet versteht die Beratungsstelle Erdgeschoss-Wohnungen, Wohnungen im ersten Obergeschoss und Dachgeschoss-Wohnungen (mit zum Beispiel vom Hausdach erreichbaren Balkonen oder Terrassen), wenn nicht ausschließbar ist, dass diese Wohnungen für Einbrecher kletternd erreichbar sind, zum Beispiel über eine Garage.

Infoveranstaltung in Berlin: Tag des Einbruchschutzes

Pünktlich zum beginnenden Herbst, neben dem Winter die Haupteinbruchszeit des Jahres, findet am Sonntag, den 27. Oktober 2019, zwischen 12 Uhr und 16 Uhr, eine kostenfreie Informationsveranstaltung im Foyer der Beratungsstelle Einbruchschutz statt: am Platz der Luftbrücke 5 in 12101 Berlin (Anfahrt mit der U6, Haltestelle „Platz der Luftbrücke“).

An dem Tag des Einbruchschutzes für Berlins Bürger informiert die Beratungsstelle Einbruchschutz der Polizei Berlin mit Fachfirmen, der Innung für Metall- und Kunststofftechnik und dem Netzwerk „Zuhause sicher“ über Optionen zur Sicherung von Wohnungen und Häusern gegen Einbrecher.

Beratung für Käufer einer Neubau-Immobilie

Der Veranstalter des Tags des Einbruchschutzes, die Beratungsstelle Einbruchschutz, empfiehlt Käufern einer Neubau-Immobilie, sich bereits in der Bauplanungsphase beraten zu lassen. Nach Angaben der Beratungsstelle können Kosten und Aufwand gespart werden, wenn der Einbruchschutz schon beim Neubau mitgeplant wird. Eine nachträgliche Umrüstung mit den damit verbundenen Aufwänden und Kosten können dadurch vermieden werden.

Es gibt zwei Alarmanlagen-Systeme

Immer häufiger wird gleich beim Neubau eine Alarmanlage mit installiert. Zwei Systeme von Alarmanlagen gibt es, klärt das Netzwerk Zuhause sicher e. V. – ein auf Initiative von Polizeibehörden ins Leben gerufener Verein – auf: Gefahrenmeldeanlagen und Gefahrenwarnanlagen. Während sich zum Beispiel eine Gefahrenmeldeanlage bei einem Einbruch akustisch meldet und laut Alarm schlägt, warnt die Gefahrenwarnanlage beispielsweise die abwesenden Bewohner im Falle eines Einbruchs durch eine Benachrichtigung.

Im Trend: Smarthome-Systeme

Eine Gefahrenwarnanlage ist mit einem Smarthome-System kombinierbar. Optimalerweise wird ein Smarthome-System beim Neubau mit verbaut. Teilweise sind Smarthome-Systeme bei Neubau-Immobilien standardmäßig enthalten. Bauträger oder Vermarkter bieten auf Wunsch des Käufers zunehmend optional Smarthome-Systeme an, um dem Trend der Digitalisierung mit einem solchen System auch im smarten Zuhause gerecht zu werden. Beim Erwerb eines neuen Eigenheims lohnt es sich, die Investition in ein Smarthome-System in Betracht zu ziehen, insbesondere auf lange Sicht kann sich das Plus an Sicherheit, abgesehen von dem Komfort eines Systems, auszahlen.

Trotz der modernen Technik: auch simple Tricks gegen Einbrecher können schon helfen, die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs in die eigenen vier Wände zu reduzieren. Wer Einbrecher bei Abwesenheit von zuhause geradezu einlädt – durch gekippte Fenster oder eine nicht abgeschlossene Haustür –, darf sich hinterher auch nicht beschweren.

Erfahren Sie mehr über Smarthome-Systeme im Neubau.

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