Über 5.000 Neubauwohnungen im Schumacher Quartier in Berlin-Tegel

Der Countdown läuft: In weniger als 24 Monaten schließt laut Plan der Flughafen Berlin-Tegel – das bedeutet viel Platz für neue Wohn- und Gewerbeprojekte. Eins davon ist das Schumacher Quartier mit insgesamt 5.000 Neubauwohnungen.

Poster

 

Das Wohn-Quartier ist Teil von Berlin TXL „The Urban Tech Republic“ – der Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien gehört zum Konzept. Sowohl das Wohn- als auch das Technologieprojekt sollen Wegbereiter sein für ein neues Stück Berlin.
Im Nordwesten der Hauptstadt befindet sich „Berlin -TXL“ in bester Gesellschaft: In der Nachbarschaft entsteht die Siemensstadt 2.0.

Beide Technologieparks sollen sich ergänzen und nach dem Wegfall des Flughafens als „Magnet“ für den Nordwesten Berlins neue Arbeits- und Wohnschwerpunkte schaffen. Im Wohnbereich liegt ein Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit.

Wohnraum für 10.000 Menschen

Im Schumacher Quartier (geplanter Baustart 2021) werden nach der Fertigstellung rund 10.000 Menschen wohnen. Das gesamte Areal ist 48 Hektar groß, davon liegen 29 Hektar auf dem ehemaligen Flughafengelände. Rund 67 Fußballfelder passen auf das gesamte Gelände. Es soll ein lebendiges Wohnviertel werden mit allem, was dazu gehört: Schulen, Sportangebote, 6 Kitas und Geschäfte, dazu zahlreiche Grünanlagen und eine optimale Anbindung an den Nahverkehr. Geplant sind außerdem eine Grundschule und eine integrierte Sekundarschule. Rad- und Fußwege haben zunächst Vorrang, es soll zudem Carsharing-Angebote geben.

Berlins Leuchtturmprojekt für Wohnen

In dem Quartier sollen sich Studierende, junge Paare, Singles und Rentner ebenso wohl fühlen wie Familien. Die Häuser entstehen nicht aus einer Hand, sondern von ganz unterschiedlichen Gruppen. Landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, private Baugruppen und Genossenschaften werden hier bauen. Die Hälfte der Wohnungen, die landeseigene Gesellschaften errichten, soll sozial gefördert werden.

Die Mehrfamilienhäuser werden fünf bis sechs Stockwerke haben, zu jedem Wohnblock wird ein grüner Innenhof angelegt, wo sich die Bewohner treffen und erholen können. Barrierefreies Wohnen ist ebenso möglich wie das Einrichten von Mehrgenerationenhäusern. Für grüne Energie sorgen Solaranlagen auf den Dächern. Andere Dächer werden bepflanzt.

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Einer der nominierte Siegerentwürfe für den Quartierspark. Bild: Büro GM013 Giencke Mattelig Landschaftsarchitektur

Eine riesige, zentrale Grünfläche auf dem Gelände wird der Quartierspark. Vor knapp drei Wochen wurden die vorläufigen Siegerentwürfe zur Gestaltung des Parks prämiert. Vergeben wurden zwei zweite und ein dritter Preis. Die beiden zweiten Preise gehen an das Büro GM013 Giencke Mattelig Landschaftsarchitektur (Berlin) und an das ebenfalls aus Berlin stammende Büro Weidinger Landschaftsarchitekten. In beiden Konzepten soll die frühere Start- und Landebahn in die Grünfläche integriert werden. Beide Gewinner sollen weiter an ihren Entwürfen arbeiten, bis in einer weiteren Runde feststeht, welches Konzept umgesetzt wird.

Öffentliche Beteiligung seit 2008

Seit über zehn Jahren schon laufen die Pläne zum neuen Wohnquartier auf dem Areal des Flughafens Berlin Tegel. In 2008 startete die erste Standortkonferenz. Das sind öffentliche Veranstaltungen, bei denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Planungen informieren, ihre Wünsche und Ideen äußern können. Bislang 9 Standortkonferenzen hat es gegeben, die letzte im November 2018.

Für Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, steht der inhaltliche Anspruch an das Schumacher Quartier fest. Auf dem Panel „Neuer Wohnraum für Berlin im Schumacher Quartier“ sagte sie: „Das Schumacher Quartier ist ein klares Modellquartier für Berlin: Es soll hohe qualitative Standards erfüllen, d.h. wir wollen sehr viele intelligente, klimagerechte und neue Elemente beachten.“ Damit soll das neue Wohnviertel nicht zuletzt ein Leuchtturmprojekt für alle werden, die Neubauprojekten generell kritisch gegenüberstehen.

Das Technologieprojekt: The Urban Tech Republic

Nicht zuletzt dient das Wohnquartier als „Urban Lab“, hier werden urbane Technologien getestet für den verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen, Energie und Abfall. Entwickelt werden diese Technologien vom ebenfalls zum Projekt „Berlin – TXL“ zählenden Forschungs- und Industriepark „The Urban Tech Republic“. Erforscht und entwickelt werden Lösungen und Produkte für die Herausforderungen des urbanen Lebens. Bis zu 20.000 Beschäftigte und 5.000 Studenten könnten hier einmal tätig sein. Entwickelt wird das Ganze von der Tegel Projekt GmbH.

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Neubauprojekt in Berlin-Tegel: Brunow27. Bild: ProBono GmbH

Der Entwickler: Die Tegel Projekt GmbH

Unter dem Motto „Wir machen Platz für das wachsende Berlin“ wird die Tegel Projekt GmbH nach der Schließung des Flughafens Berlin-Tegel das Schumacher Quartier und The Urban Tech Republic entwickeln. Kernaufgaben sind aktuell die Überarbeitung des Masterplans, die Entwicklung der Marke und die Planungen von Hochbau und Infrastruktur.

Während die Arbeit an den Plänen zu BER-TXL weiter voranschreitet, entstehen in Tegel, dem flächenmäßig zweitgrößten Ortsteil von Berlin nach Köpenick, weitere interessante Neubauprojekte, zum Beispiel „Brunow 27“

Finden Sie weitere Neubauprojekte auf dem neubau kompass.

Titelbild: Tegel Projekt GmbH

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