Reemtsma-Areal in Schmargendorf wird „GoWest“: Berlins größtes Gewerbehöfequartier

In Schmargendorf im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf entsteht durch DIE WOHNKOMPANIE Berlin GmbH & Co. KG mit „GoWest“ Berlins größtes Gewerbehöfequartier. Das ehemalige Areal der Reemtsma-Zigarettenfabrik verwandelt sich seit dem ersten Quartal 2019 in ein Arbeitsquartier. Neben den Gewerbeflächen sind auch ein Kino, Theater, Nahversorger und mindestens ein Hotel geplant. Was in den kommenden Jahren auf einer Fläche, die größer als der Potsdamer Platz ist, entsteht: ein Ausblick auf „GoWest“.

„GoWest“ in Schmargendorf: das größte Gewerbehöfequartier Berlins entsteht durch DIE WOHNKOMPANIE Berlin GmbH & Co. KG auf einer Fläche, die größer als der Potsdamer Platz ist. „GoWest“ in Schmargendorf: das größte Gewerbehöfequartier Berlins entsteht durch DIE WOHNKOMPANIE Berlin GmbH & Co. KG auf einer Fläche, die größer als der Potsdamer Platz ist.

Den Ausgangspunkt für die Quartiersentwicklung des „GoWest“ stellte der Erwerb der ehemaligen Reemtsma-Zigarettenfabrik in Schmargendorf durch DIE WOHNKOMPANIE Berlin GmbH & Co. KG dar. Derzeit befindet sich das Gewerbequartier in der Planungsphase, verkündet DIE WOHNKOMPANIE. Erste Details hat der Projektentwickler dennoch bereits Preis gegeben:

DIE WOHNKOMPANIE Berlin lässt einen Teil des alten Fabrikareals bestehen und saniert diesen. In den modernisierten Gebäudeteilen soll ein Industriestil mit Loft-Charakter die Atmosphäre bestimmen. Auf den weiteren Flächen sind von Grund auf Neubauten geplant. Der Rückbau soll im ersten Quartal 2019 beginnen. Währenddessen vermietet DIE WOHNKOMPANIE Berlin die gut erhaltenen Büro-, Produktions- und Lagerflächen zeitweise.

So könnte das fertiggestellte Gewerbequartier einmal aussehen: das nachts beleuchtete „GoWest“ verdeutlicht die Dimensionen.

Bild: Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH

16 Milliarden Zigaretten pro Jahr aus Schmargendorf

Nach dem Ausblick auf das werdende Arbeitsquartier lohnt sich ein Blick zurück auf die Geschichte der einstigen Zigarettenfabrik:

Nach Angaben des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf wurde die Reemtsma-Zigarettenfabrik 1958/1959 auf einem früheren Kleingartengelände als einzige größere Industrieanlage in Wilmersdorf erstellt. Vor deren Schließung 2012 hätten rund 200 Mitarbeiter jährlich 16 Milliarden Zigaretten im Werk Schmargendorf produziert.

Heute hat die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH in Deutschland nach der Schließung der Zigarettenfabrik in Berlin-Schmargendorf noch drei Standorte: in der Hauptverwaltung in Hamburg finden vom Sales und Marketing bis zur Forschung und Entwicklung für „D-A-CH&Nordics“ (D-A-CH: Deutschland-Österreich-Schweiz) die zentralen Aufgaben statt.

Im baden-württembergischen Trossingen befindet sich mit der Imperial Tobacco (EFKA) GmbH & Co. KG nach eigenen Angaben der Weltmarktführer für Zigarettenhülsen innerhalb der Imperial Brands PLC, zu der wiederum Reemtsma gehört.

Der dritte Reemtsma-Standort in Deutschland liegt in Niedersachsen. Das nach Unternehmensangaben 1888 gegründete Werk in Langenhagen bei Hannover übernahm Reemtsma 1928. Dort planen und produzieren heute über 800 Mitarbeiter mehr als 1.700 Artikel, die über Deutschland hinaus in über 90 Länder exportiert würden. Die Jahresproduktion von Feinzigaretten der unterschiedlichen Reemtsma-Zigarettenmarken habe im Jahr 2016 bei 33,2 Milliarden gelegen.

„GoWest“ größer als der Potsdamer Platz

Nach der 2023 bis 2024 anvisierten Fertigstellung des Gewerbequartiers soll das Areal vielfältig genutzt werden. Neben Büros sind Gewerbeflächen für Dienstleister und das Handwerk vorgesehen. Einkehrmöglichkeiten bieten derweil Cafés und Restaurants. Ein bis zwei Hotels sind ebenfalls vorgesehen.

Den Masterplan, das städtebauliche Konzept und den architektonischen Entwurf bis zum Bauantrag für das nach eigenen Angaben größte Gewerbehöfequartier Berlins lieferte die Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH aus Berlin. Größer als der Potsdamer Platz soll das neue Arbeitsquartier werden, verkünden die Stadtplaner.

Nach Angaben der Stadtplanungsarchitekten soll als Herzstück ein Campus-Platz dienen, auf dem auch Märkte stattfinden können. Zudem sind Nahversorger und ein Kino sowie ein Theater eingeplant. Apropos Film und Schauspiel: in der Nachbarschaft des „GoWest“ erlernen die Schüler in der Filmschauspielschule Berlin die Film- und Theaterkunst.

Auf dem Campus-Platz des „GoWest“ sollen zum Beispiel Märkte stattfinden (Bild: Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH).

Auf dem Campus-Platz des „GoWest“ sollen zum Beispiel Märkte stattfinden (Bild: Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH).

Verkehrsgünstige Lage

Das Quartier befindet sich in südwestlicher Lage von Berlin in der Mecklenburgischen Straße 32 und ist gut erschlossen. Die S- und U-Bahn-Station Heidelberger Platz ist weniger als einen Kilometer entfernt. Dort in der Nähe des Heidelberger Platzes verläuft die Stadtautobahn A100 – ein Plus für die Fuhrpark-Fahrer der zukünftig im Quartier ansässigen Gewerbe- und Handwerksbetriebe. Das „GoWest“ in Schmargendorf ist teilweise von den Grünanlagen des Kleingärtnervereins Oeynhausen e.V. umgeben und bietet daher auch eine in die Natur eingebettete Lage.

Rund einen Kilometer vom Revitalisierungs- und Neubauprojekt „GoWest“ entfernt, entsteht auch Wohnraum. Diamona & Harnisch errichtet zum Beispiel in Schmargendorf 12 Eigentumswohnungen in der Breite Straße 23. In dem Neubau „Breite23“ entstehen gehobene 2- bis 3-Zimmer Einheiten mit Wohnflächen von 87 m² bis 91 m². Die neuen Eigentumswohnungen sind eingebettet zwischen Grunewald, Dahlem und Halensee.

„Breite23“ heißt der Neubau mit 12 Eigentumswohnungen in Schmargendorf, den Diamona & Harnisch realisiert (Bild: Diamona & Harnisch).

Breite23“ heißt der Neubau mit 12 Eigentumswohnungen in Schmargendorf, den Diamona & Harnisch realisiert (Bild: Diamona & Harnisch).

Weitere Neubau-Projekte, durch die Wohnraum in Berlin entsteht, finden Sie auf dem neubau kompass.

Titelbild: Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH

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