Für Freigeister: Wohnen in ehemaligen Beelitz-Heilstätten

Zugegeben: Wohnen in einer ehemaligen Spukklinik ist nicht jedermanns Sache. Auch wenn sich mit Denkmalschutzabschreibungen trumpfen lässt, mag manch einer den Neubau vorziehen. Menschen mit starken Nerven, die es wenig kümmert, was der Volksmund sagt, werden sich im Sanierungsprojekt „Refugium Beelitz“ ganz sicher sehr wohl fühlen. Denn das Bauvorhaben auf der Straße nach Fichtenwalde im brandenburgischen Beelitz ist wunderschön.


Etwas mehr als 30 Fahrminuten hinter Berlin gelangt man zu drei denkmalgeschützten Gebäuden am Waldrand. Noch vor Monaten waren die Scheiben eingeschlagen, Spinnweben rieselten auf Besucher herab, wer eine Stauballergie hat, war gut beraten, draußen zu bleiben. Das Refugium Beelitz war ein Ort, wo es angeblich spukt, wo sich Horrorfans zu Sessions trafen und, so wird erzählt, einige seltsame Dinge passierten.

Spuky oder nicht: so sah es früher hir aus. Foto: pixabay

Spuky oder nicht: so sah es früher hier aus. Foto: pixabay

Die Lungenheilanstalt Beelitz: ein Gebäude mit Geschichte

Der zwischen 1898 und 1930 errichtete Gebäudekomplex im mittlerweile begehrten Umkreis von Berlin verfügt über viel Geschichte. Die ehemaligen Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bildeten einen der größten Krankenhauskomplexe im Umland der Hauptstadt. Nach einer wechselvollen Historie, unter anderem als Militärkrankenhaus der sowjetisch/russischen Armee, diente die Klinik in den vergangenen Jahren als beliebter Ort für internationale Filmproduktionen. Auch diese Ära ging zu Ende. 2014 wurde der Quadrant D der Lungenheilanstalt aus seinem Dornröschen-Schlaf erweckt.

Ehemalige Nutzräume im Erdgeschoss werden zu kleinen Atelierwohnungen. Bild: Refugium Beelitz Heilstätten

Ehemalige Nutzräume im Erdgeschoss werden zu kleinen Atelierwohnungen. Bild: Refugium Beelitz Heilstätten

Jetzt vermarktet Refugium Beelitz hier, im Quadrant D der Lungenheilanstalt Beelitz, ein „Creative Village“ mit 28 gehoben ausgestatteten Eigentumswohnungen für Journalisten, Maler, Fotografen und Modeschöpfer zum Beispiel. Der ehemalige Speisesaal der Klinik wird als Gemeinschaftsraum mit Kamin umgebaut. Ein geselliger Treffpunkt, wo es sich austauschen, über Projekte sprechen und feiern lässt.

Geschmackvolle Wohneinheiten für Kreative im Refugium Beelitz. Bild: Refugium Beelitz Heilstätten

Geschmackvolle Wohneinheiten für Kreative im Refugium Beelitz. Bild: Refugium Beelitz Heilstätten

Außergewöhnliches Wohnportfolio in früheren Behandlungsräumen

Das Wohnungsportfolio ist umfangreich. Es gibt Familienwohnungen mit unorthodoxen Proportionen, große Studios für Singles und atemberaubende Terrassenwohnungen für Paare. Der ehemalige Schlafsaal der Patienten wird zu einer großzügigen Atelierwohnung umgewandelt. Die früheren Behandlungsräume werden 1 bis 2 Personen als Wohneinheit für Künstler mit großzügigen Grundrissen viel Raum zum kreativen Schaffen bieten. Einen sehr privaten Charakter wird der Dachbereich bekommen – ideal für Menschen, die die Ruhe lieben. An der Südseite des Gebäudes sind neue Balkone geplant.

Hier, im Projekt „Refugium Beelitz“ kann auftanken, wer einen Zweitsitz sucht oder auch ein Domizil im Speckgürtel der Metropole. Rund 4 Kilometer entfernt, befindet sich die „Spargelstadt“ Beelitz mit allen Einrichtungen für den täglichen Bedarf, Kitas und Schulen. Es besteht Busverkehr zwischen Potsdam und Beelitz.

Weitere Sanierungs- und Neubauprojekte im Großraum Berlin finden Sie auf dem neubau kompass

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