Berlin plant 137.000 Neubauwohnungen bis zum Jahr 2025

Neubauprojekt: Alte Gärtnerei Neubauprojekt: Alte Gärtnerei

In kaum einer Stadt sind Neubauwohnungen derzeit so begehrt wie in Berlin. Das wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Bis zum Jahr 2025 erwartet die Stadtverwaltung den Zuzug von über 250.000 Neu-Berlinern. Das entspricht den Dimensionen einer deutschen Großstadt, um die sich die Metropole in den nächsten elf Jahren erweitern wird.

Neubauprojekt: Alte Gärtnerei

Stadtplaner gehen davon aus, dass die meisten der neuen Bewohner in Innenstadtlagen, in Pankow und in Lichtenberg zuziehen werden. Das sind Stadtgebiete, deren Wohnraum bereits heute stark nachgefragt wird. Nun sucht man in der Hauptstadt fieberhaft nach Wohnflächen, auf denen entsprechende Neubaugebiete entstehen können.

Mit dem Thema „Wohnraum“ beschäftigt sich unter anderem der „Stadtentwicklungsplan Wohnen 2025“, auch „Step Wohnen 2025“ genannt.

Der Wohnungsbau nimmt Fahrt auf

Zwei Jahre hat es gedauert, bis der Stadtentwicklungsplan Wohnen 2025 entwickelt und vom Senat beschlossen wurde. Seit dieser Woche liegt er dem Rat der Bürgermeister nun zur Stellungnahme vor. In diesem Papier finden sich ca. 25 geplante Neubaugebiete. Davon ist ein Teil bereits kurzfristig bebaubar, ein weiterer Teil soll in den kommenden 4 bis 8 Jahren erschlossen und weitere Flächen langfristig bebaut werden.

Zu den kurzfristig bebaubaren Gebieten gehören das Brunnenviertel in Mitte, die Spreestadt Charlottenburg, zentrale Regionen in Friedrichshain/Kreuzberg, Randlagen von Wilmersdorf, Dahmestadt, Johannistal/Adlershof und die Revaler/Boxhagener Straße.

Ein Potenzial von ca. 2.500 neuen Wohneinheiten sehen Experten derzeit im Gebiet um die Historische Mitte/Alexanderplatz. Weitere 2.000 Neubauwohnungen können laut dem derzeitigen Stand in der Luisenstadt realisiert werden. Den Spitzenplatz aus Sicht der Stadtplaner hält neben Oberspree (avisiert sind ca. 4.400 Wohneinheiten) zweifellos immer noch das Tempelhofer Feld, wo laut Schätzungen aktuell ca. 4.700 neue Wohnungen errichtet werden können.

Volksentscheid am 25. Mai: Das Tempelhofer Feld

Der still gelegte Flughafen Tempelhof bietet nach Ansicht von Lokalpolitikern derzeit insbesondere an seinen Rändern das größte Potenzial für den Wohnungsbau. Dem gegenüber stehen Initiativen, welche diese Bebauung nicht zuletzt aus Gründen des Naturschutzes verhindern wollen. Ein Volksentscheid zum Thema „Bebauung Tempelhofer Feld ja oder nein“ ist für den 25. Mai angesetzt. Es bleibt spannend, wie sich die Berliner letzten Endes entscheiden werden.

Förderfonds für Neubauwohnungen beschlossen

Wie die zahlreichen Neubauprojekte in den kommenden Jahren finanziert werden sollen, ist nicht wenigen Hauptstädtern derzeit noch ein Rätsel. Auf seiner letzten Sitzung zur Stadtentwicklung in dieser Woche hat der Senat beschlossen, einen Förderfonds für Neubauwohnungen aufzulegen. Das Gesamtvolumen dieses Fonds: 320 Millionen Euro. Die Hälfte davon soll von der Stadtbauförderung kommen. Finanziert werden auf diesem Wege jährlich ca. 1.000 neue Wohnungen, so zumindest der Plan.

Wie es mit dem Schaffen von Neubaugebieten in der Hauptstadt weiter geht, lesen Sie regelmäßig auf diesem Blog.

Aktuelle Bauträgerprojekte im Großraum Berlin und bundesweit finden Sie auf dem neubau kompass.

Das auf unserem Foto dargestellte Bauvorhaben „Alte Gärtnerei“ entsteht in Berlin-Zehlendorf. Informationen dazu erhalten Sie hier

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