Eigentumswohnungen in Berlin: Was Käufer beachten sollten

Der Berliner Immobilienmarkt boomt. Auch wenn die Zinsen derzeit so niedrig sind wie nie, sollten Käufer von Eigentumsimmobilien bei der Finanzierung einiges im Blick behalten.

Neubau-Immobilien in Berlin sind gefragt wie selten. Unser Foto zeigt das Neubauprojekt Neubau-Immobilien in Berlin sind gefragt wie selten. Unser Foto zeigt das Neubauprojekt "Maximilan 15" in Lichtenberg

Neubau-Immobilien in Berlin sind gefragt wie selten. Unser Foto zeigt das Neubauprojekt „Maximilan 15“ in Lichtenberg

Der Berliner Immobilienmarkt boomt – das Angebot an Eigentumswohnungen der unterschiedlichsten Ausstattungen ist groß wie nie, die Nachfrage ebenso. Niedrige Zinsen und die derzeitige Marktlage verführen immer mehr Menschen zum Kauf einer eigenen Immobilie. Quadratmeterpreise von ca. 6.900 Euro sind in der Hauptstadt längst keine Seltenheit mehr. Auch die Käufergruppe hat sich gewandelt. Der Kauf einer Immobilie ist in vielen Bevölkerungsschichten „Trend“ geworden und nicht mehr ein Privileg „der Reichen“.

Der Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung wird für immer mehr Menschen wahr: optimal, wenn dabei bei aller Begeisterung auch die Realität im Auge behalten wird. Zwar ist der Zins für Käufer günstig, nur: wie sieht es mit der langfristigen Finanzierung aus? Verbraucherzentralen raten deshalb Käufern, beim Kauf der Immobilie unbedingt die langfristige finanzielle Perspektive im Auge zu behalten.

Im Blick behalten: die langfristige Zinsentwicklung

Ein Risiko, dass sich der Zins in absehbarer Zeit ändert, steht durchaus im Raum. Spätestens nach zehn Jahren werden die Konditionen der Baufinanzierung neu verhandelt – und dann zum neuen Zinssatz. Steigen die Zinsen in absehbarer Zeit auf drei, vier oder sogar mehr Prozent, sollte man als Käufer darauf vorbereitet sein. Natürlich lassen sich eine Wohnung oder ein Haus oft auch zu guten Konditionen wieder verkaufen. Allerdings verzeichnen nicht wenige, die ihre Immobilie nach wenigen Jahren wieder veräußern, einige Verluste.

Achtung: Nebenkosten beim Immobilienkauf

Nicht zu unterschätzen sind die Nebenkosten beim Kauf des Eigenheims. Dazu gehören Maklergebühren, Notarkosten, Grunderwerbsteuer, Versicherungen usw. Diese Kosten sind verpflichtend und können den Listenpreis einer Eigentumswohnung noch einmal beträchtlich in die Höhe treiben! Schnell wird aus einer Immobilie zum Kaufpreis von ca. 290.000 Euro ein Endpreis von ca. 339.000 Euro. Das muss einkalkuliert sein!

Checken: wie stabil ist die eigene Lebenssituation?

Der Kauf der eigenen Immobilie sollte eine Investition fürs Leben sein. Deshalb gilt es vorab zu untersuchen: Wie stabil ist die eigene Lebenssituation? Sind Kinder geplant? Wie sicher ist die Arbeitsstelle? Stemmt man den Immobilienkauf zu Zweit oder Alleine? Wie viele Reserven bleiben nach dem Kauf des eigenen Domizils? Als Faustregel gilt: drei bis fünf monatliche Nettoeinkommen müssen in Reserve sein. Auf keinen Fall sollten alle Sparreserven aufgebraucht werden!

Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent sollte gegeben sein

Beflügelt von niedrigen Zinsen versuchen immer mehr Menschen,  den Kauf der Immobilie ohne Eigenkapital zu bewerkstelligen. Davon rät jeder seriöse Finanzierungsexperte jedoch ab. Eine Mindesteinlage von 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises sollte in jedem Fall gegeben sein.

Mehr zu den Themen Baufinanzierung und Kalkulation lesen Sie auf unserem Ratgeber.

Aktuelle Neubauvorhaben in Berlin und bundesweit finden Sie auf dem neubau kompass.

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Hier kommt der Text "über mich rein".

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