„Der Berliner Immobilienmarkt ist derzeit einer der perspektivenreichsten in Deutschland“

Peter Pfeffer, Vorstand MCM Investor Management AG Peter Pfeffer, Vorstand MCM Investor Management AG

Was bleibt, was kommt im rasanten Immobilienmarkt der Hauptstadt? Dazu befragen wir in unregelmäßigen Abständen Menschen, die sich tagtäglich mit Immobilien beschäftigen. Sei es als Bauträger, als Vermarkter, als Investor oder als Architekt. Wir starten die neue Reihe mit einem Gespräch mit Peter Pfeffer (Foto). Er ist Vorstand der MCM Investor Management AG.

Peter Pfeffer, Vorstand MCM Investor Management AG

Peter Pfeffer, Vorstand MCM Investor Management AG

neubau kompass: Sie entwickeln derzeit mit InCasa in Berlin Karlshorst ein interessantes Projekt gerade für Familien. Was sind aus Ihrer Sicht aktuell die drei größten Trends auf dem Immobilienmarkt?

Peter Pfeffer: Dazu würde ich gerne etwas ausholen. Wir haben in den letzten zwei Jahren eine enorme Preisentwicklung aller Metropolstandorte in Deutschland erlebt. Nach aktuellen Studien ist hiervon nur noch Berlin übrig geblieben mit weiterhin anziehenden Preisen. Ein großer Trend besteht also aus unserer Sicht darin, dass Berlin weiterhin Aufholpotential hat. Insbesondere für internationale Investoren ist der Standort nach wie vor günstig.

Bricht man Ihre Frage auf Berlin herunter, so sehen wir drei Trends: Erstens ist nach unserer Wahrnehmung die Nachfrage nach Familienwohnungen und -häusern im Neubau groß. Zweitens sucht diese Zielgruppe nach energieeffizienten Lösungen, da die Nebenkosten sich immer mehr als Belastung zeigen. Und drittens stellen wir fest – dies gilt auch für kleinere Wohnungen -, dass die Anspruchshaltung gewachsen ist. Wer heute in Immobilien investiert, legt Wert auf Qualität und wir erleben sehr aufgeklärte Investoren, die durchaus zu Vergleichen im Hinblick auf die Bauqualität und Betreuung der Objekte in der Lage sind. Was wir sehr begrüßen. Einen weiteren Trend sehen wir übrigens auch in den sogenannten Zinshäusern, also gut vermietete Mehrfamilienhäuser. Sie sehen schon: Berlin hat viele Facetten!

neubau kompass: Wie wird sich der Immobilienmarkt Berlin in den nächsten fünf bis zehn Jahren verändern? Wie wird man in Berlin dann wohnen?

Peter Pfeffer: Ich habe natürlich auch keine Kristallkugel, aber Sie wollen ja zum Glück nur eine Einschätzung. Wir sehen, wie bereits erwähnt, die Nachfrage nach größeren Wohnungen. Das hat auch etwas damit zu tun, dass Familien nach Berlin ziehen, da es hier sowohl eine passende Infrastruktur wie ein lebenswertes Umfeld gibt und, was besonders wichtig ist, zum Glück immer mehr Arbeit. Dann glauben wir, dass der Bereich der hochpreisigen Wohnungen zunehmen wird. Bislang nicht unser Metier, aber es gibt eine erkennbare Nachfrage – besonders aus dem Ausland. Schließlich kann man erkennen, dass Berlin derzeit daran arbeitet, seinen Wohnungsbestand zu erneuern. Da spielen auch energetische Gesichtspunkte eine wichtige Rolle, denn der Altbaubestand ist teilweise in einem sehr desolaten Zustand.

neubau kompass: Welche Punkte sind Ihnen bei der Gestaltung von Neubau-Projekten am wichtigsten?

Peter Pfeffer: Das ist eine sehr gute Frage, die wir uns auch immer wieder stellen. Vielleicht ist Ihnen unser Slogan aufgefallen, der ein wichtiger Bestandteil unserer Firmenphilosophie ist: „Wir leben Immobilie!“ Was meint das?  Wir entwickeln und bauen Immobilien für Menschen, die sich darin wohlfühlen sollen. Nur so ist aus unserer Sicht auch eine langfristige Wertsteigerung erzielbar. Bauqualität ist somit für uns nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern Gegenstand unserer täglichen Arbeit. Wir vergeben beispielsweise die Gewerke einzeln, um sie entsprechend kontrollieren, aber auch begleiten zu können. In Magdeburg haben wir so eine sehr enge Bindung zu meist kleineren Handwerksbetrieben aufgebaut. Die Immobilien, die wir bauen, müssen Wohnraum im Sinne von Lebensraum schaffen.

Bei unserem Projekt InCasa haben wir dies beispielsweise realisiert, indem wir flexibel gestaltbare Wohnflächen vorsehen. Zwei weitere Aspekte können Sie aus diesem Berliner Bauvorhaben ebenfalls ablesen: Wir sorgen uns um die Umwelt, deshalb handelt es sich um Häuser der Klassifizierung „KfW Energieeffizienzhaus“ –  und wir bleiben dennoch bezahlbar. Es gibt in der Tat Mitbewerber, die uns fragen, wie man zu den dort angesetzten Kosten eine derartige Bauqualität abliefern kann.

neubau kompass: Welche Stadtviertel haben Ihrer Ansicht nach als Standort das größte Entwicklungspotential?

Peter Pfeffer: Würden Sie mir diese Frage für München oder Hamburg stellen, könnte ich Ihnen eine einfachere Antwort geben. Für Berlin kann man das nicht sagen, denn Berlin überrascht immer wieder auf’s Neue. Jeder weiß, dass Charlottenburg, die Region um den Kudamm oder Berlin Mitte und Prenzlauer Berg gefragte Stadtteile sind. Wer aber hätte gedacht, dass derzeit Neu-Köln eine interessante Entwicklung durchmacht?

Ich meine, Sie müssen immer schauen, wer sucht was? Kapitalanlage-Eigentumswohnungen werden sicher in anderen Stadtvierteln verkauft als selbstgenutzte Wohnungen oder Häuser. Auf Grund seiner großen Flächenverteilung hat Berlin gerade für Familien interessante Perspektiven. Es ist übrigens auch längst keine Frage mehr ob Ost oder West. Vielmehr geht es um die vorhandene Infrastruktur, die Lebensqualität, die Nähe zum Arbeitsplatz. Darin sehen wir auch den Erfolg unseres Projektes in Karlshorst. Eine direkte städtische Anbindung und dennoch im Grünen. Nur wenige Großstädte können so etwas bieten.

neubau kompass: Was war das außergewöhnlichste Projekt, das Sie bislang gebaut oder vermarktet haben?

Peter Pfeffer: Die Antwort auf diese Frage wird Sie vielleicht verwundern: Ich kann Ihnen das wirklich nicht sagen! Wir haben über viele Jahre Neubaumaßnahmen begleitet, aufwendige Denkmalsanierungen durchgeführt, neben anderen laufenden Projekten eben nun auch dieses Vorhaben in Berlin. Jede Immobilie, jedes Projekt hat seinen besonderen Charme. Wir wollen jeweils das Beste herausholen – das ist die Herausforderung. Und wir wollen uns daran messen lassen, was die Mieter, die Inhaber, unsere Investoren, die Politik und die öffentliche Meinung hinterher sagen. Das ist der Grad, an dem wir uns messen lassen. Vor diesem Hintergrund ist für uns jedes Projekt „außergewöhnlich“.

Danke für das Gespräch!

Peter Pfeffer (Jahrgang 1964), Vorstand der MCM Investor Management AG, hat zunächst ein Studium zum Dipl. Ingenieur absolviert und im Anschluss daran eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Von 1998 bis 2001 spezialisierte er sich in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft, insbesondere im Bereich der Verwaltung von Wohnungseigentum. In der nachfolgenden Zeit war er für die Verwaltung von rund 2.000 Wohneinheiten mit einer Gesamtfläche von ca. 60.000m² verantwortlich. Die von ihm erfolgreich umgesetzten Immobilientransaktionen (An- und Verkauf von Immobilien) hatten im selben Zeitraum ein Volumen von rund 20 Millionen Euro.

Die MCM Investor Management AG kann auf eine mehr als 15-jährige Unternehmenshistorie verweisen. Das Management hat sich in dieser Zeit das Wissen angeeignet, Investitionen in Immobilien als ganzheitlichen Prozess zu begleiten, um den Kunden maximalen Nutzen bieten zu können. Doch nicht allein das Wissen zählt, sondern auch die Erfahrung, es richtig anzuwenden. So entstehen Kapitalanlageprodukte, die in ihrer Wirkung einzigartig, effizient und werthaltig sind.

Hier finden Sie Informationen zum vorgestellten Neubauprojekt „In Casa Stadthäuser im Bauhausstil“

Aktuelle Neubauprojekte in Berlin und bundesweit finden Sie auf dem neubau kompass.

Über Redaktion (182 Beiträge)
Hier kommt der Text "über mich rein".

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